Donnerstag, 24. November 2016
Motivation
Warum mach ich das hier eigentlich? Das ist die Frage, die sich sicher jeder stellt, der einen Blog anfängt. Die Idee kam ganz plötzlich. Gestern. Ich bin eine recht impulsive Person und lasse mich sehr schnell von meinen und anderen Ideen begeistern. Statt lange zu überlegen und zu warten, hab ich gleich angefangen. Oft traue ich mich nicht, längere Texte zu verfassen. Aus dem Studium kenne ich die Hemmschwälle, endlich mit der Hausarbeit anzufangen nur zu gut. Aber Musik, die Begeisterung für Musik hat mich noch nie verlassen. Ich besuche regelmäßig Konzerte sowohl von Laienchören, dem NDR Elbphilharmonieorchester (an den neuen Namen muss ich mich erst gewöhnen), gehe in die Staatsoper, gucke dem Hamburg Ballett zu, genieße Konzerte an den Hochschulen in Hamburg und Hannover und sauge vieles auf, was in Hamburg und Umgebung erklingt. Außerdem bin ich auch leidenschaftliche Theatergängerin. Mit den vielen Bühnen, die Hamburg zur bieten hat, fühle ich mich gesegnet. Journalistin zu werden, war nie ein Wunsch oder Traum. Ich habe zwar Musik, Germanistik und Theologie studiert, für mich oder gar die Öffentlichkeit zu schreiben, ist jedoch nie im Fokus gewesen. Warum dann diesen Blog? Ich bin einerseits etwas unzufrieden mit den Mainstream-Berichterstattungen von Veranstaltungen, die mir die Musik/Inszenierung etc. zu sehr verschönten oder gar zerrissen, nur um etwas reißerisches zu schreiben. Ich liebe Differenzierung und Reflektiertheit. Alles hat mehr als eine Seite. Ehrlichkeit ist mir ein Gut, dass ich trotz Sorge über vertanes Networking, gekränkte namenhafte Darsteller_innen oder Regisseure/Regisseurinnen, hochhalten möchte. Das heißt nicht, dass ich besonders auf Negatives aufmerksam machen möchte, es heißt nur: subjektive Ehrlichkeit. Der einseitige Zeriss der neuen Inszenierung der Zauberflöte in Hamburg in den Medien führte m.E. klar zur leeren Staatsoper zu den Aufführungen, wobei in dem Stück sehr viel Schönes zu finden war. Ein Chorprojekt mit einer Menge Uraufführungen (Neuvertonungen von Psalm 116) des Kammerchores "vOkabile" war verglichen mit deren Potential einigermaßen gescheitert und wurde u.a. vom NDR und vom Abendblatt hochgelobt. Selbst nach einem zweiten Konzertbesuch war ich noch verdattert von den Lobgesängen auf das Konzept und die wirklich nicht gute Umsetzung. Also: Ich bin noch recht jung, unerfahren was das Schreiben von Kritik angeht, spreche allerdings die Sprache der Musik seit ich klein bin. Ich mag vielleicht nicht sofort alles in perfekte Wortkleider packen können, aber Musik ist meine Sprache. Schreiben kann man lernen. Übung macht die Meisterin und Kritik sollte offen für Kritik sein. Also los gehts :)
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